lle Mainzer Kloſterhöfe.

n Kloſterhöfen hatten wir in Mainz eine ſtattliche Anzahl, wir wollen jedoch nur diejenigen beſchreiben, die größeres Intereſſe bieten.

Folgende Orden hatten hier ihre Klöſter:

Die Benedictiner am Jakobsberge(Citadelle)

Die Auguſtiner in der Auguſtinergaſſe, aus welchem Kloſter der berühmte Alexis Johann der Verfertiger der zwei aftro nomiſchen Uhren dahier herſtammte.

Die Antoniter uff der Säuweeden.

Die Karmeliten oder Frauenbrüder.

Die Dominikauer in der Dominikanerſtraße.

Die Franziskaner in der Gaſſe gleichen Namens.

Die Kapuziner in der Kapuzinergaſſe.

Die reichen und die armen Tlarfſſinnen.

Die Karthäuſer bei der heut. Anlage.

Die weiße Frauen am Schillerplatz

Die welſche Nonnen in der Welſch⸗Nonnengaſſe.

Die Bernhardinerinen im Altmünſierkloſter, jetzt Altmünſter brauerei. Die hl. Bilhildis ſoll die Grunderin dieſes Kloſters geweſen ſein. Beginnen wir jetzt mit den Antonitern.

1. Die Antoniter am Töngesplatz, ſpäter die armen Clariſſinnen gegenüber der ſogenannten Judenwache.

Dert Platz hieß ehemals zur Säuweede und wohnten an dem ſelben die Antoniter vor 15668. 1619 kamen die armen Clarenſchweſtern und erbauten 1725 das Haus wie es eben noch iſt. Bis vor einigen Jahren waren die unteren Räume fuͤr die Mainzer Sparkaſſe eingerichtet. Dem ſchönen mit dem Bilde der hl. Clara gezierten Portale dürfte eine leicht auszuführende Renovation von Vortheil ſein.

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